Schweden- Ein Land zur Entschleunigung

Lange schon gebucht,

und nun war es endlich wieder einmal soweit. Am 26.August hatten wir die Ausrüstung nebst erforderlichem Proviant im Auto verstaut. Unser erstes Ziel war Kiel mit dem Schwedenkai – ein Hafenkai am westlichen Ufer der Kieler Förde. Wir gingen gegen 18.00 Uhr an Bord einer Fähre, um dann mit der Stena Line nach Göteborg zu fahren. Am anderen Tag liefen wir gegen 9.30 Uhr in Göteborg ein. Nun war unser nächstes Ziel der Ort Lesjöfors, gelegen am See Bredreven. Für Angler, als Autofahrer, war die 338 Km lange Anfahrt bis dorthin eine Prüfung. Denn ständig waren links und rechts der Straße die schönsten Seen zu sehen. Endlich, nach fünf Stunden Fahrt, kamen wir an unserem, direkt am See gelegenen Urlaubobjekt an. Vom Haus aus hatten wir einen schönen Blick auf den Bredreven, welcher wie unser Haus, von Wäldern umgeben war. Das Seewasser war bräunlich gefärbt, aber klar, welches ursächlich auf die eisenhaltigen Böden der Umgebung zurück zu führen war. Neben einigen Untiefen war das Gewässer an manchen Stellen zwischen 5- 30 m tief. Die Vermieterin eröffnete uns, dass sich im See Hechte, Barsche und Zander befinden würden. Am nächsten Tag montierten wir mit der entsprechenden Erwartungshaltung unsere Ruten. Uns stand ein Ruderboot mit Benzinmotor sowie das mitgebrachte Schlauchboot mit E- Motor zur Verfügung. Das Wetter zeigte sich anfänglich mit 21 Grad von seiner besten Seite. Am zweiten Angeltag ging ein stattlicher Zander von 68 cm und 2,8 Kg beim Schleppen auf den 12 cm langen Z-Blinker. Am nächsten Tag wurde ein mittlerer Hecht gefangen. Schon der nächste Tag war wieder erfolgreich, denn er brachte beim Schleppen mit einem großen Blinker einen weiteren Zander, welcher 70 cm groß war und 3 Kg wog. Darüber hinaus ging ein größerer Hecht an den Haken.

Als sich das Wetter verschlechterte, nutzten wir die folgenden Tage, um in den Wäldern die in Massen auftretenden Blau- und Preiselbeeren oder Pilze zu einzusammeln. Es gab einige Pfifferlinge, Rotkappen, Butter- und Steinpilze. Einem Elch begegneten wir nicht! Dafür weidete hinter unserem Ferienhaus ein Reh. Auch waren öfter kleine, flinke Eichhörnchen zu beobachten. Das Wandern durch die Wälder mit den vielen Waldseen, in denen wir auch (zwar vergebens) den Fischen nachgestellt haben, war sehr schön. Bei unseren Streifzügen entdeckten wir so manche Kuriosität. Da wir uns in einer ehemaligen Bergbauregion befanden, nutzten wir die Gelegenheit, ehemalige Silber- und Erzgruben zu besichtigen. Eine weitere Wanderung führte uns auf den Gipfel des Troll- Stieges. Ehrenamtlich tätige Anwohner haben hier die Wege zum Gipfel mit unendlich vielen Trollfiguren und anderen kleinen Gestalten verziert. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht. Für Kinder ein Eldorado! Die restliche Zeit wurde zum relaxen genutzt und so mancher Schwank bei geistigen Getränken am Grill erzählt. Besonders schön waren auch die Sonnenuntergänge, die mit der Kamera eingefangen wurden. Etwas wehmütig, aber auch in freudiger Erwartung auf das eigene Heim, verließen wir am 13.09.22 diese schöne Gegend in Richtung Göteborg. Dort im Hafen angekommen, waren wir von der Hafen- und Stadtkulisse beeindruckt. Nach einer gemütlichen Rückfahrt mit der Fähre erreichten wir am nächsten Tag Kiel und gelangten sogar mal ohne größeren Stau mit dem Auto über die A7 nach 6 Stunden in der Heimat an.

Resümee: Wir hatten wieder eine schöne Zeit in Schweden!

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